Tal der Könige (aka Valley of the Kings)
Ein Spiel von Tom Cleaver
2-4 Spieler 30-45 Minuten
Warum immer die Neuheiten vorstellen, wenn es doch kleine Perlen von vor über zehn Jahren gibt? Nun gut, das Design ist etwas altbacken, die Anordnung der Texte könnte besser sein, und überhaupt – selbst für ein in die Jahre gekommenes Spiel konnte das gestalterisch wohl keine König*innen begeistern. Ich schätze, es war 2014 (bei Pegasus erschienen) eher ein kleiner Flop. Doch das Spiel hat seine Fans, es gibt Erweiterungen, und dieses Jahr erscheint (nur auf Englisch) eine Ultimate Collection mit einem deutlich frischeren Design. Nur leider nicht bei uns.
Nun genug Negatives – halt, stopp! Böse Zungen könnten behaupten, es sei ein dreister Dominion-Klon. Jede Runde verläuft dabei für alle gleich: fünf Karten vom Nachziehstapel ziehen, Aktionen ausführen und Karten kaufen. Kennen wir. 🙂
Doch hier kommt der Clou: Wir können auch Karten – Särge, Kanopen, Amulette, Bücher und Statuen – in unser Grab legen. Denn nur dort bringen sie Punkte, und zwar für Sets und Einzelkarten. Pro Runde darf man allerdings nur eine Karte von der Hand ins Grab legen (es sei denn, bestimmte Aktionen erlauben mehr). Und da beginnt das Grübeln: Behalte ich die Karte lieber für ihre Aktion, oder sichere ich mir frühzeitig Siegpunkte? Einmal ins Grab gelegt, kann man ihre Fähigkeiten nämlich nicht mehr nutzen.
Besonders spannend ist auch die Kartenauslage: Sie besteht aus sechs Karten, die in Form einer kleinen Pyramide angeordnet sind. Nur die Karten der untersten Reihe dürfen gekauft werden. Wird eine Karte entfernt, rutschen die darüberliegenden Karten nach und geben neue Kaufmöglichkeiten frei. Dadurch entsteht ein eleganter Spielfluss, der jeden Zug leicht anders macht und eine stetig wechselnde Dynamik erzeugt
Und das alles macht einfach richtig Spaß! Eine clevere Mischung aus Deckbuilding, Timing und taktischem Risiko. Eine klare Empfehlung – auch wenn es leider nur schwer auf dem Gebrauchtmarkt zu finden ist. Übrigens gibt es eine abgespeckte Variante des Spiels in anderer Form (nämlich Alpaka), die ich demnächst au



Hat mir gefallen
- Clou: Karten ins Grab legen bringt Punkte, kostet aber ihre Aktion
- Pyramiden-Auslage sorgt für eleganten Spielfluss
- Clevere Mischung aus Deckbuilding, Timing und Risiko
Weniger gut
- Design etwas altbacken, Textanordnung könnte besser sein
- Schwer auf dem Gebrauchtmarkt zu finden
- Ultimate Collection erscheint nur auf Englisch
Fazit
Warum immer Neuheiten, wenn es kleine Perlen von vor zehn Jahren gibt? Böse Zungen sagen Dominion-Klon – ich sage: klare Empfehlung.
Ursprünglich am 7. Januar 2026 auf Instagram veröffentlicht.