Res Arcana – ich brauchte etwas, um es zu verstehen. Ich erinnere mich noch gut an meine erste Partie in meiner Spielgruppe: Ich habe kaum etwas verstanden und beim Drafting einfach irgendwas genommen. Nach ein bis zwei Partien hatte ich den Dreh aber raus und fand das Spiel ganz nett – so nett, dass ich es mir irgendwann selbst gekauft habe.
Tja, meiner Frau ging es ähnlich, und so verstaubte das Spiel eine ganze Weile im Schrank. Vor ein paar Wochen haben wir es dann wieder hervorgeholt – und waren, anders als damals, sofort Feuer und Flamme. Es eignet sich wunderbar zu zweit und sorgt durch seine kurzen, aber intensiven Züge für echte Spannung.
In Res Arcana übernehmen die Spieler die Rolle mächtiger Magier, die mit Artefakten, Monumenten und magischen Wesen um Macht wetteifern. Mit nur wenigen Karten in der Hand gilt es, aus knappen Ressourcen das Maximum herauszuholen. Jedes noch so kleine Detail kann entscheidend sein, und wer die Stärken seiner Kartenkombination nicht erkennt, verliert schnell an Tempo. Besonders faszinierend ist, wie taktische Planung und Timing ineinandergreifen – jede gewonnene Essenz, jede aktivierte Fähigkeit kann das Zünglein an der Waage sein.
Res Arcana verzeiht nichts, wenn du nicht darauf achtest, was dein Gegenüber ausspielt. Du musst reagieren oder versuchen, schneller zu sein. Artefakte wie „Sofortigen Sieg überprüfen“ können einen ganz schön ins Schwitzen bringen, vor allem wenn man denkt, man hätte alles im Griff – und der andere plötzlich kurz vor dem Sieg steht. Das Spiel schafft es, mit begrenztem Material erstaunliche Spieltiefe zu erzeugen, und genau das macht seinen Reiz aus.
Ein moderner Klassiker, würde ich sagen.
Habt ihr „Res Arcana“ schon gespielt ?







Hat mir gefallen
- Erstaunliche Spieltiefe mit begrenztem Material
- Wunderbar zu zweit, kurze aber intensive Züge
- Timing und taktische Planung greifen ineinander
Weniger gut
- Braucht ein bis zwei Partien, bis es klick macht
- Verzeiht nichts, wenn man den Gegner nicht beobachtet
Fazit
Ein moderner Klassiker, würde ich sagen. Erst verstaubt, dann wieder hervorgeholt – und sofort Feuer und Flamme.
Ursprünglich am 21. Dezember 2025 auf Instagram veröffentlicht.