Mycelia

Mycelia

3,5/5

Gut – Macht Spaß, hat aber spürbare Schwächen Wie ich bewerte

Spieler
1–4
Spieldauer
45 Min.
Alter
9+
Erscheinungsjahr
2023

Niemand mag Pilze, sie sind giftig und schmecken nicht (na gut, mir nicht) – doch wenn sie so zauberhaft illustriert sind wie bei Mycelia, kann ich eine Ausnahme machen.

Dieses Spiel ist grundsätzlich ein guter Kompromiss: leichter Einstieg, liebevolle Gestaltung und sanfte Farben. Ohne meine Tochter würde das Spiel wohl nicht so oft auf den Tisch kommen. Da sind wir aber wieder beim Kompromiss, denn ich finde es in allen Belangen recht seicht – beim Deckbuilding wie auch beim Entfernen der Tautropfen – und trotzdem macht das Spiel einfach Spaß. Vielleicht auch genau deshalb, weil es Bauchgefühlspielern wie mir sehr entgegenkommt.

Jede Handlung bringt dich ein Stück näher daran, einzelne oder gleich mehrere Tautropfen auf einmal zu entfernen. Dazu können wir shoppen (meine Tochter liebt es, neue Karten zu kaufen).

Die Mechanik ist dabei angenehm simpel gehalten: Karten ausspielen, Effekte nutzen, ein paar kluge Entscheidungen treffen – fertig. Irgendwie wirkt alles logisch und greift schön ineinander, ohne dass man viel denken muss. Dieser stetige Ablauf, Tautropfen zu entfernen und das eigene Deck ein wenig zu verbessern, gibt dem Spiel einen klaren Rhythmus.

Mycelia spielt sich schön flüssig und angenehm gradlinig – nichts lenkt ab, nichts steht im Weg. Alles läuft rund und fühlt sich irgendwie natürlich an. Man ist schnell drin, ohne viel Nachdenken oder lange Pausen, einfach so. Es hat dieses ruhige, unaufgeregte Gefühl: man spielt, lehnt sich zurück und lässt das Spiel einfach laufen. Die Atmosphäre trägt da viel bei – die Illustrationen, die Stimmung, das Material – alles passt zusammen und macht Lust, gleich noch eine Runde zu drehen. Besonders schön ist, dass auch Kinder schnell den Ablauf verstehen und sofort loslegen können.

Mycelia schafft es, ein entspanntes Spielgefühl mit stetiger Entscheidungsfreude zu verbinden – genau richtig für familiäre Spielnachmittage.

Hat mir gefallen

  • Zauberhaft illustriert, sanfte Farben
  • Leichter Einstieg, auch Kinder legen sofort los
  • Klarer Rhythmus: Tautropfen entfernen, Deck verbessern

Weniger gut

  • In allen Belangen recht seicht
  • Ohne meine Tochter käme es kaum auf den Tisch

Fazit

Ein guter Kompromiss: entspanntes Spielgefühl mit stetiger Entscheidungsfreude – genau richtig für familiäre Spielnachmittage.

Ursprünglich am 7. April 2026 auf Instagram veröffentlicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert