Fantastic Factories
Bauen – Ausbilden – Herstellen
Ich mag die Einfachheit des Spiels. Klar, Fantastic Factories hat einen recht hohen Glücksfaktor, aber genau das macht auch den Reiz aus. Es spielt sich schnell herunter und macht einfach Spaß: Karte nehmen, würfeln, Karte ausspielen, Effekte abhandeln und Würfel platzieren – that’s it. Nicht mehr, nicht weniger.
Der Kern des Spiels erinnert mich ein bisschen an Machi Koro, nur dass hier das Würfeln direkter mit der eigenen Engine verbunden ist. Die Kombination aus Kartenaufbau und Würfeleinsatzmechanismus fühlt sich ein wenig so an, als hätte man ein kompaktes Terraforming Mars in Würfelform – nur zugänglicher und schneller.
Die Arbeiterphase wird gleichzeitig gespielt, was ich persönlich nicht so ideal finde. Dadurch fühlt sich alles etwas solitär an, als würde jeder für sich allein vor sich hinspielen. Wir handhaben es daher meist reihum, um zumindest etwas mehr Spielfluss und gemeinsames Erleben zu haben. Die geringe Interaktion stört mich dabei aber weniger, denn das Beobachten, wie die eigene Engine plötzlich perfekt ineinandergreift, ist einfach befriedigend. Im Gegensatz zu Spektakulär, wo mich das gleichzeitige Spielen gar nicht stört, wirkt es hier irgendwie unpassend zum restlichen Spielfluss.
Bisher wurde das Spiel bei uns immer über die Waren beendet. Mal hat man Ressourcen im Überfluss, mal muss man stark haushalten – das hängt sehr von den gezogenen Karten ab. Ich mag das aber: das Beste aus dem zu machen, was man bekommt. Es fühlt sich fast wie ein kleines Wirtschaftsprojekt an, bei dem man Runde für Runde versucht, Effizienz und Timing zu meistern.
Fantastic Factories bleibt für mich ein einfacher, zugänglicher Engine Builder mit eher leichtem Anspruch. Klar, Glück spielt eine große Rolle, und strategisch in die Tiefe geht es nicht. Trotzdem macht es einfach Spaß – flott, kurzweilig und mit genau dem richtigen Maß an Zufall, um immer wieder eine Partie auf den Tisch zu bringen.






Hat mir gefallen
- Herrlich einfach: Karte nehmen, würfeln, ausspielen
- Kompaktes Terraforming Mars in Würfelform – zugänglicher und schneller
- Befriedigend, wenn die Engine ineinandergreift
Weniger gut
- Hoher Glücksfaktor
- Gleichzeitige Arbeiterphase fühlt sich solitär an
- Strategisch geht es nicht in die Tiefe
Fazit
Ein einfacher, zugänglicher Engine Builder mit leichtem Anspruch. Flott, kurzweilig und mit genau dem richtigen Maß an Zufall.
Ursprünglich am 27. Dezember 2025 auf Instagram veröffentlicht.