Reforest war in meiner Timeline sehr präsent, und am Ende hab ich zugeschlagen – auch wenn mich Pflanzen als Thema eigentlich nicht so reizen. Die Spielmechanik hat überzeugt. Ich bin großer Fan von Mischwald und Flügelschlag, und irgendwo da in der Mitte siedelt sich auch Reforest ein.
Wir legen eine Pyramide und spielen Pflanze auf Pflanze. Pro Zug haben wir nur zwei Möglichkeiten: zwei Karten nachziehen oder eine Pflanze auslegen, die wir mit anderen Handkarten bezahlen. Genau das macht den Reiz aus, denn jede Karte ist gleichzeitig Punkte, Fähigkeit und Bezahlmittel. Die Thematik ist super getroffen: Wir können nur größere Pflanzen auf kleinere Pflanzen spielen, und wenn eine Pflanze nur in der Sonne überleben kann und wir sie überdecken, wird sie zu Energie – die wiederum später als Ressource dient.
Mehr als sieben Karten dürfen wir nicht auf der Hand haben, da wird es schnell knapp. Oft muss man eine gute Karte abgeben, nur um eine andere spielen zu können und am Ende der 3 Runden will ich möglichst nur Bäume oben liegen haben.
Ein extra Lob an die Illustrationen: Die Pflanzen sind liebevoll und botanisch detailliert gezeichnet, jede Art ist wirklich erkennbar, und der fertige Wald sieht am Tischende einfach schön aus.
Die Tiere sind nett und wollen alle andere Bedingungen – der eine will Blüten, der nächste Früchte, der dritte möglichst viele Sonnensymbole. Weil sie schon zu Rundenbeginn offen ausliegen, kann man gut vorausplanen, und mit fünf Punkten pro Tier lassen sich hier auch die meisten Punkte holen. Trotzdem läuft es immer auf dasselbe hinaus: Symbole zählen, wer mehr hat, bekommt die Karte. Da wäre mehr drin gewesen, ein eigener kleiner Effekt im Wald hätte den Tieren gut gestanden.
Das gleiche gilt auch für das Ereignis-Modul. Zu jedem Tier kommt eine Ereigniskarte, die bis zu dessen Wertung eine zusätzliche Bedingung ins Spiel bringt. Die Idee gefällt mir, nur drehen die Ereignisse meist so wenig an der Schraube, dass ich am Ende trotzdem den Wald baue, den ich auch ohne sie gebaut hätte. Bei nur vier Karten (8 Ereignisse) ist der Abwechslungseffekt außerdem schnell aufgebraucht.
Was eure Meinung zu Reforest ?









Hat mir gefallen
- Jede Karte ist zugleich Punkte, Fähigkeit und Bezahlmittel
- Thematik super getroffen – überdeckte Pflanzen werden zu Energie
- Botanisch detaillierte, liebevolle Illustrationen
Weniger gut
- Tiere laufen immer auf Symbole zählen hinaus
- Ereignis-Modul dreht zu wenig an der Schraube
- Nur vier Ereigniskarten – Abwechslung schnell aufgebraucht
Fazit
Irgendwo zwischen Mischwald und Flügelschlag angesiedelt. Die Mechanik hat mich überzeugt, bei Tieren und Ereignissen wäre mehr drin gewesen.
Ursprünglich am 22. August 2026 auf Instagram veröffentlicht.