World Order

World Order

4,0/5

Sehr gut – Kommt regelmäßig auf den Tisch, klare Empfehlung Wie ich bewerte

Spieler
2–4
Spieldauer
120–180 Min.
Alter
14+
Verlag
Giant Roc
Erscheinungsjahr
2026

Im Kern dreht sich bei World Order alles um eine Sache: Einfluss.

In den ersten 1–2 Runden dachte ich noch: puh, ganz schön träge. Doch dann entfaltet das Spiel plötzlich seine Tiefe und wird richtig strategisch. Nach unserer Partie (ca. 3h) hatte ich direkt Bock auf noch eine Runde – Erweiterung ist schon vorgemerkt. Doch worum geht’s eigentlich?

Im Kern geht es darum, Einflusswürfel auf dem Weltplan zu platzieren und Mehrheiten zu sichern. Klingt erstmal simpel, ist aber extrem taktisch – vor allem, weil gutes Timing oft spielentscheidend ist.

Besonders spannend ist das zweigleisige System pro Region: ein dauerhafter und ein temporärer Bereich. Dauerhaft bringt weniger Punkte, bleibt aber liegen. Temporär ist lukrativer, aber riskant – Mehrheiten können schnell kippen. Wann eingreifen, wann laufen lassen? Genau da liegt der Reiz.

Jede Runde setzen wir unsere Schwerpunkte (innenpolitisch, diplomatisch oder militärisch), dazu kommen asymmetrische Nationen und ein Deckbuilding-System. Jeder spielt vier Karten, zwei gehen in Forschung (neue Karten) – das gibt mir leichte „Dune Imperium“-Vibes. Die Verzahnung funktioniert dabei echt gut.

Die Bedrohungsphase ist leider etwas mau: zurückhaltend, stark mehrheitsorientiert und mechanisch eher langweilig. Vor allem lassen sich Bedrohungen nicht wirklich entfernen. Sind sie einmal auf dem Feld, bleibt oft nur zu hoffen, dass sie weitergezogen werden, oder man hält irgendwie dagegen. Dadurch stapeln sie sich schnell – Panzer gibt es schließlich genug. Die eigene Interessenszone sollte man daher immer im Auge behalten, sonst verliert man zügig Siegpunkte.

Am Ende bleibt ein richtig starker Mix aus Mehrheiten, Aktionseffizienz und Deckbau. Schnell erklärt, aber mit genug Tiefe, dass man sich ordentlich in die Quere kommt. Wenig verkopft, dafür direkter – man sieht ziemlich klar, wie man anderen den Plan zerschießt.
Es braucht vielleicht ein, zwei Runden, bis es klickt – dann will man eigentlich direkt weiterspielen.

Ich habe „World Order“ als Vorabexemplar bekommen, das Spiel erscheint offiziell am 15.Mai, ist aber bei den meisten Händlern bereits vorbestellbar.

Hat mir gefallen

  • Zweigleisiges System pro Region: dauerhaft vs. temporär
  • Timing ist oft spielentscheidend
  • Asymmetrische Nationen und Deckbuilding mit Dune-Imperium-Vibes
  • Schnell erklärt, aber mit Tiefe

Weniger gut

  • Erste Runden wirken träge
  • Bedrohungsphase mechanisch eher langweilig
  • Bedrohungen lassen sich kaum entfernen und stapeln sich

Fazit

Ein richtig starker Mix aus Mehrheiten, Aktionseffizienz und Deckbau. Es braucht ein, zwei Runden, bis es klickt – dann will man direkt weiterspielen.

Ursprünglich am 2. Mai 2026 auf Instagram veröffentlicht.

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