Auf geht’s zurück nach Rokugan, in eine Fantasywelt, die das feudale Japan mit chinesischen Einflüssen verbindet. „Am Goldenen Fluss“ ist meine erste Re-Rezension: Vor etwas über einem Jahr habe ich euch das Spiel bereits vorgestellt. Nach unseren letzten Partien „Gunsen“, das ebenfalls im Universum von „Legend of the Five Rings“ spielt, kam es nun erneut auf den Tisch. Meine Einschätzung bleibt: „Am Goldenen Fluss“ gefällt mir besser als „Gunsen“. Nur „Kampf um Rokugan“ liegt für mich noch davor.
Geschäfte statt Schlachten
Während wir in „Kampf um Rokugan“ Provinzen erobern und sich die Krieger unseres Clans in „Gunsen“ um Toshi Ranbo kümmern, stehen hier die Geschäfte im Mittelpunkt. Wir beliefern Adel, Handwerker und Mönche und handeln mit Seide, Reis und Porzellan.
Der Einstieg ist unkompliziert, trotzdem gibt es mehrere taktische Wege zum Sieg. Die Würfelmechanik bestimmt dabei unsere Aktionsmöglichkeiten. Dank der „Gunst“ können wir den Würfel beeinflussen, sodass sich der Glücksfaktor angenehm in Grenzen hält.
Auf dem Fluss ist immer etwas los
Besonders gefallen mir die Kundenkarten und das Liefern und Handeln entlang des Flusses. Legt ein Schiff an, erhält der aktive Spieler die Belohnungen an den spitzen Enden der angrenzenden Bauwerke. Deren Besitzer bekommen dagegen die Belohnungen an den geraden Enden. So profitieren wir auch von den Zügen der anderen.
Das sorgt für Interaktion, ohne dass sie nervig oder destruktiv wird. Man spielt nicht einfach nebeneinander her, muss sich aber auch nicht ständig gegenseitig etwas kaputtmachen. Auch zu zweit macht uns das viel Spaß. Unsere Partien dauern etwa 60 bis 90 Minuten.
Hübsch – mit zwei Ausnahmen
Optisch gefällt mir „Am Goldenen Fluss“ weiterhin gut. Gerade die Goldanmutung macht einiges her. Einen Kritikpunkt hatte ich in meiner ersten Rezension allerdings vergessen: Der Punktemarker und das Kaiserliche Schiff sind für mich gestalterisch misslungen und passen nicht zum ansonsten hübschen Gesamtbild. Da muss ich noch schauen, wie ich sie austausche.








Hat mir gefallen
- Simpler Einstieg, mehrere taktische Wege
- Kundenkarten, Liefern und Handeln am Fluss gefallen mir
- Würfelmanipulation durch Gunst hält Glück in Grenzen
- Flotte 60–90 Minuten
Weniger gut
- „Pralinen“-Inlay lässt schmunzeln
- Reiz flacht nach einigen Partien ab
- Der ganz große Nervenkitzel fehlt
Fazit
„Am Goldenen Fluss“ hat seinen guten Eindruck auch beim erneuten Spielen bestätigt. Der einfache Einstieg, die verschiedenen taktischen Möglichkeiten und die angenehme Interaktion machen es für mich zu einem gelungenen Spiel. Besonders das Belohnungssystem entlang des Flusses gefällt mir nach wie vor richtig gut. Wer lieber mit Waren handelt als um Provinzen kämpft, findet hier jedenfalls meine bevorzugte Geschäftsreise nach Rokugan.
Ursprünglich am 5. Oktober 2025 auf Instagram veröffentlicht.