Rokugan, das fiktive Kaiserreich aus Legend of the Five Rings, kenne ich seit dem Spiel „Kampf um Rokugan“. Nach „Rivers of Gold“ ist nun mit „Gunsen“ ein drittes Spiel im Reich Rokugans bei mir eingezogen.
Es macht Spaß, spielt sich flüssig und kommt ohne unnötig komplizierte Regeln aus. Dennoch sollte man seine Züge gut planen. Im Grunde ist es ein strategisches Wettrennen: Wer zuerst sieben der zehn möglichen Erfolge erreicht, gewinnt sofort. Diese erhält man etwa durch kontrollierte Dörfer, erfüllte Aufträge oder gewonnene Schlachten.
Die Würfelschlachten sind taktisch, denn es wird mit bis zu sechs Würfeln gekämpft. Blut, Rüstung und Stärke beeinflussen dabei den Ausgang der Auseinandersetzungen. Das doppelseitige Spielbrett passt die Karte an die Spielerzahl an: Zu zweit oder zu dritt trifft man auf engem Raum schnell aufeinander und gerät früher in Konflikte, während die größere Seite bei vier bis sechs Personen ausreichend Platz bietet.
Spielerisch erinnert mich Gunsen ein wenig an eine Mischung aus Scythe und Kemet. Dabei stehen Gebietskontrolle, taktische Positionierung und direkte Konflikte im Mittelpunkt, ohne dass das Spiel unnötig kompliziert wird. Auch optisch überzeugt das Spiel auf ganzer Linie: Spielbrett, Karten und Figuren transportieren das Rokugan-Thema sehr stimmungsvoll.
Positiv fällt außerdem die Spielzeit auf: Selbst zu viert war unsere erste Partie nach etwas mehr als 60 Minuten beendet. Da wir direkt noch eine zweite Runde gespielt haben, spricht das wohl für sich. Für ein Area-Control-Spiel ist das ausgesprochen angenehm. Gunsen bietet damit ein schnelles, solides und zugleich taktisches Spielerlebnis.
Durch die Klan-Karten, unterschiedlichen Siegziele und variablen Spielsituationen entstehen genug strategische Entscheidungen, ohne dass man sich in Regeln oder Sonderfällen verliert. Das Tempo bleibt konstant hoch, Konflikte ergeben sich fast von selbst, und man muss jederzeit im Blick behalten, ob ein anderer Klan kurz davorsteht, seinen siebten Erfolg zu erreichen. Genau dieser permanente Druck sorgt dafür, dass die Partie bis zum Schluss spannend bleibt.“













Hat mir gefallen
- Strategisches Wettrennen: sieben von zehn Erfolgen gewinnen sofort
- Taktische Würfelschlachten mit bis zu sechs Würfeln
- Doppelseitiges Brett passt die Karte an die Spielerzahl an
- Zu viert in gut 60 Minuten durch – für Area Control sehr angenehm
- Optisch überzeugend, Rokugan-Thema stimmungsvoll
Weniger gut
- Gefühlt vielleicht einen Tick zu schnell vorbei
Fazit
Eine Mischung aus Scythe und Kemet ohne unnötig komplizierte Regeln. Schnell, solide und taktisch – der permanente Druck hält die Partie bis zum Schluss spannend.
Ursprünglich am 6. September 2026 auf Instagram veröffentlicht.