Nun, dies hier wird keine Rezension, denn ich glaube, in der Kiste schlummert ein solides, gutes Spiel. Doch der Reihe nach: ich habe meine erste Partie hinter mir und normalerweise habe ich meine eigene Regel, jedes Spiel mindestens 2–3 Mal zu spielen, bevor ich mir ein Urteil erlaube. Doch noch eine Partie Runar – nein danke.
Die Anleitung versaut einem schon das ganze Spiel. Wenn man etwas nachlesen möchte, kommt ständig: „Nähere Details auf Seite XY“. Ich glaube, wir haben mehr geblättert als gespielt. Dazu ist sie GROTTENSCHLECHT geschrieben, voller Fehler und unnötig kompliziert formuliert
Die erste Partie war mehr als nur zäh, dabei steckt im Kern ein solides Area-Control-Spiel mit netten Mechaniken. Ich finde es cool, dass es nicht von Vorteil ist, immer nur auf denselben draufzuprügeln, weil das schlicht nicht punkteträchtig ist. Auch gefällt mir, dass man 3 Helden bekommt, die man durch Karten auf sein Tableau bringen kann und mit dem Einsatz eines weißen Würfels sogar wechseln kann.
Die Taktikphase im Spiel sowie das Sammeln können eigentlich fast vernachlässigt werden, denn punkteträchtig sind die nicht wirklich. Bau halt deinen Turm auf, verteidige ihn oder bau ihn neu, wenn er zerstört wurde.
Auch die „Verstärken“-Mechanik auf dem Playerboard mag ich sehr, die ist toll und macht Spaß. Aber im Grunde heißt es: Gegner schubsen, verprügeln, Punkte kassieren und nebenbei etwas aufbauen. Tja, irgendwie habe ich da mehr erwartet.
Und dann gibt es ja noch die Feinde, die Nemesis. Doch eigentlich stehen die nur blöd herum und warten – ihr ahnt es schon – darauf, verprügelt zu werden. Herrlich langweilig. Wer einmal mit einem Avatar bei Black Rose Wars Rebirth gespielt hat, weiß, wie genial sowas sein kann.
Apropos Material: Die Figuren sind großartig, richtig cool – ABER: die Playerboards sind ein Witz. Dünn, wacklig, fast wie Papier. Schon beim Auspacken krumm, und auf dem Tisch liegen sie nie eben.
Ich tue dem Spiel vielleicht etwas unrecht, Wenn man sich in die Taktiken reinzieht und es öfter spielt, entwickelt sich eventuell aus „solide“ ein „stark“. Doch noch einmal aufbauen – wie war das nochmal? – dazu habe ich einfach keine Lust mehr.












Hat mir gefallen
- Im Kern ein solides Area-Control-Spiel
- Drei Helden, Verstärken-Mechanik macht Spaß
- Großartige Figuren
Weniger gut
- Anleitung grottenschlecht – mehr geblättert als gespielt
- Taktikphase und Sammeln kaum punkteträchtig
- Nemesis stehen nur blöd herum
- Playerboards dünn wie Papier
Fazit
Vielleicht tue ich dem Spiel unrecht und aus „solide“ würde „stark“. Aber noch einmal aufbauen – dazu habe ich einfach keine Lust mehr.
Ursprünglich am 20. August 2025 auf Instagram veröffentlicht.